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Warum ein Stromhändler den Informatikzirkel Leipzig gründet

vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit

Wir bei Optimax Energy handeln Strom, und das mit Leidenschaft. Wir tüfteln an neuen Strategien, beobachten den Markt und erweitern laufend unser Portfolio. Wenn man uns fragt, was wir eigentlich sind, antworten wir trotzdem: ein Tech-Unternehmen. In diesem Beitrag erzählen wir, warum das so ist und was es mit Schüler:innen in Leipzig und Halle zu tun hat.


Was uns stark gemacht hat

Unser Handel funktioniert, weil wir unabhängig von externen Dienstleistern sind und unsere Software selbst entwickeln. Das reicht von der Datenverarbeitung bis zu den Tools, mit denen unsere Händler:innen, Analyst:innen und unsere Finanzabteilung jeden Tag arbeiten.


Dass wir heute da stehen, wo wir stehen, verdanken wir Kolleg:innen, die schon früh angefangen haben, Prozesse zu automatisieren. So wurden unsere Abläufe besser, schneller und sicherer, wir konnten sie skalieren und so dem Markt immer wieder einen Schritt voraus sein. Die meisten dieser Kolleg:innen sind Informatiker:innen und Mathematiker:innen. Sie sehen, wo sich etwas verbessern lässt. Sie nehmen Probleme so lange auseinander, bis sie verstehen, wie sie funktionieren, und sie haben Spaß daran, Neues auszuprobieren.


Genau diese Eigenschaften möchten wir bei jungen Menschen fördern und fordern, und zwar möglichst früh.


Warum wir schon in der Schule ansetzen

In der Bildung fehlt es oft an Geld und an Personal. Unterricht fällt aus oder wird von Lehrkräften übernommen, die das Fach selbst nie studiert haben. Gerade in der Informatik hat das Folgen: Wer in der Schule kaum mit dem Fach in Berührung kommt, entdeckt seine Begeisterung dafür oft gar nicht erst. Das merken inzwischen auch die Hochschulen. Von Informatikprofessor:innen aus Leipzig hören wir, dass sich deutlich weniger junge Menschen für ein Informatikstudium bewerben.


Manche Medienberichte erwecken derzeit den Eindruck, dass es Informatiker:innen bald kaum noch braucht, weil Maschinen das Programmieren übernehmen. Wir sehen das anders. Auch wenn KI einen Teil des Codes schreibt, braucht es Menschen, die Probleme strukturiert durchdenken, Systeme verstehen und beurteilen können, ob eine Lösung wirklich trägt. Diese Fähigkeiten werden wichtiger, nicht unwichtiger.



Informatikzirkel Leipzig: Schüler verschiedener Leipziger Schulen sitzen mit einem Tutor im Büro von Optimax Energy
Informatikzirkel Leipzig: Schüler verschiedener Leipziger Schulen sitzen mit einem Tutor im Büro von Optimax Energy

Die Idee: ein Informatikzirkel nach dem Vorbild der LSGM

Die Leipziger Schülergesellschaft für Mathematik (LSGM) betreut seit vielen Jahren Mathezirkel für begabte Schüler:innen. Dort treffen sich Jugendliche regelmäßig außerhalb des Unterrichts, lösen gemeinsam knifflige  Aufgaben, die über den Schulstoff hinausgehen, und tauchen tiefer in ihr Fach ein. Für Informatik gab es in Leipzig bisher kaum ein vergleichbares Angebot. Diese Lücke wollten wir schließen und haben deshalb 2025 unseren Informatikzirkel gestartet.


In den zweiwöchentlichen Zirkeln arbeiten die Schüler:innen je nach Vorwissen an konkreten Projekten. Sie üben Softwareentwicklung, beschäftigen sich mit IT-Sicherheit oder programmieren Roboter. Geleitet werden die Kurse von Tutor:innen, die selbst Informatik oder Informatik auf Lehramt studieren. Sie sind altersmäßig nah dran an den Schüler:innen und wissen aus eigener Erfahrung, wie man die Begeisterung für das Fach weckt.


Wo wir heute stehen

Heute finanzieren wir Informatikzirkel als Ganztagsangebote an Schulen, unter anderem am Wilhelm-Ostwald-Gymnasium in Leipzig und am Cantor-Gymnasium in Halle. Pro Kurs sind dort zwischen 10 und 20 leistungsstarke Schüler:innen dabei. Außerdem treffen sich bei uns im Büro regelmäßig 5 bis 10 Oberstufenschüler:innen aus ganz Leipzig zu einem eigenen Zirkel.


Damit die Qualität stimmt, arbeiten wir eng mit der HTWK Leipzig und Prof. Both zusammen. Als Nächstes ist ein Ausflug an die HTWK geplant, damit die Schüler:innen schon einmal Hochschulluft schnuppern können.


Mehr als Informatik: unsere Partnerschaft mit dem Wilhelm-Ostwald-Gymnasium

Besonders freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit dem Wilhelm-Ostwald-Gymnasium. Mit Friederike Trommler stehen wir in engem Austausch darüber, wie wir die Schüler:innen dort auf unterschiedlichen Wegen unterstützen können. Neben zwei Informatikzirkeln finanzieren wir zwei weitere Ganztagsangebote im MINT-Bereich. Darüber hinaus unterstützen wir die Schule dabei, die Akustik in der Aula zu verbessern und die Schulbibliothek auszubauen. Gute Förderung hört für uns nicht beim Lehrplan auf: Auch ein Umfeld, in dem man gern lernt und gut arbeiten kann, gehört dazu.


Lehrkräfte des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums Leipzig mit Vertreter:innen von Optimax Energy vor dem Schulgebäude.
Lehrkräfte des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums Leipzig mit Vertreter:innen von Optimax Energy vor dem Schulgebäude.

Wohin wir wollen und wie man mitmachen kann

Begabte Schüler:innen in Informatik gibt es an jeder Schule. Wir möchten möglichst viele von ihnen erreichen und Leipzig als Standort für exzellente Informatikbildung stärken, gemeinsam mit Schulen, der HTWK, der Universität Leipzig und weiteren Partnern.

Dafür suchen wir laufend Verstärkung: wie zum Beispiel Tutor:innen, die Lust haben, ihr Wissen weiterzugeben und Jugendliche für Informatik zu begeistern und Schulen, die einen eigenen Informatikzirkel starten möchten.


Wer Interesse hat oder mehr erfahren möchte, meldet sich gern bei Lydia Mähnert unter info@optimax-energy.de.


Am Anfang von allem, was wir bei Optimax aufgebaut haben, stand Neugier. Wenn wir ein Stück davon an die nächste Generation weitergeben können, hat sich jede Zirkelstunde gelohnt 😊


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